Frieden - Jugendfreizeit im Bezirk Leipzig

Unter dem Motto „Selig sind, die Frieden stiften“ (Matthäus 5,9) trafen wir uns am ersten Septemberwochenende im KiEZ Friedrichsee in Kemberg. Wie eigentlich jedes Jahr war hierbei das Ziel: Einfach mal raus aus dem Alltag und als Jugendliche unseres Bezirks eine richtig gute Zeit miteinander zu verbringen. Los ging es am Freitagabend direkt mit einem stärkenden Abendessen und einer herzlichen Begrüßung durch unseren Bischof Thomas Cramer sowie unsere Jugendbetreuer. 

Nach der Begrüßung starteten wir in ein anspruchsvolles Pub-Quiz, das von Fragen mit kniffligem Allgemeinwissen über Filmklassiker bis hin zu einem biblischen „Wer bin Ich?“ reichte.
Der Samstag begann nach einer frühen, besinnlichen Andacht und einem ordentlichen Frühstück direkt mit jeder Menge Spannung. Bei frischem, aber glücklicherweise trockenem Wetter stand das Geländespiel an, welches wie jedes Jahr ein richtiger Wettkampf zwischen den Teams war.

An den verschiedensten Stationen waren sowohl Teamgeist als auch viel Geschick gefragt: Es wurden Lieder erraten, Türme aus Füßen gebaut und Memory gespielt, während man auf einem Bobbycar fuhr – was für die Zuschauer äußerst lustig anzusehen war, bei den Fahrern aber auch einige schmerzverzerrte Blicke hervorrief.

Besonders knifflig gestalteten sich die Stationen, bei denen man im Kreis laufen und dabei eine Verbindung aus Wäscheklammern zwischen sich halten musste, ohne diese festzuhalten.

Auch der Staffellauf, bei dem Wasser über einen herausfordernden Hindernisparcours in einen Messbecher transportiert werden musste, trieb einigen den Schweiß auf die Stirn, da auf der unebenen Strecke doch sehr viel Wasser verloren ging.
Nach so viel geballtem Teamgeist am Vormittag konnte jeder den Nachmittag genau so nutzen, wie er wollte. Viele ließen sich die Chance nicht entgehen, beim Volleyball-Turnier mitzumischen und sich sportlich weiter auszupowern.

Später stand dann der inhaltliche Workshop zu unserem Hauptthema „Frieden“ auf dem Programm. Dort konnten wir starke Impulse für uns mitnehmen und haben gemeinsam definiert, was weltlicher, innerer und göttlicher Frieden eigentlich für unser eigenes Leben bedeutet.

Das anschließende offene Singen diente bereits der musikalischen Vorbereitung des Sonntags. Vor der abendlichen Andacht, die natürlich ebenfalls voll und ganz dem Frieden gewidmet war, fand noch die freudig erwartete Auswertung des Geländespiels statt, bei der wirklich jeder mit einem kleinen Preis bedacht wurde. Danach saßen alle noch in entspannten Runden zusammen, spielten Gesellschaftsspiele und vertieften sich in gute Gespräche, sodass absolut keine Sekunde Langeweile aufkam.

Der geistliche Höhepunkt des Wochenendes war der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Hier schloss sich inhaltlich der Kreis, denn in Verbindung mit dem Leitgedanken des Friedens ging es intensiv um die Identität von uns Jugendlichen.

Basierend auf den Worten aus Psalm 8, Vers 5 und 6, wurde uns anschaulich gemacht: Wer seinen eigenen, inneren Frieden finden und ein Friedensstifter für andere sein will, muss zuerst erkennen, wie wertvoll er selbst ist.

Die zentrale, stärkende Botschaft, die wir aus diesem Gottesdienst mitnehmen durften, lautete: Wir sind von Gott geliebt und mit Würde gekrönt, genau so, wie wir sind – und exakt aus diesem tiefen göttlichen Frieden heraus können wir echten, weltlichen Frieden in unseren Alltag tragen.
Insgesamt durften wir so alle eine wunderschöne Jugendfreizeit verbringen, die den meisten zwar etwas wenig Schlaf, dafür aber unzählige wertvolle Momente der Gemeinschaft und des Glaubens brachte.