Am Sonntag, dem 16. August, feierte Apostel Jens Korbien gemeinsam mit der Gemeinde Delitzsch einen besonderen Festgottesdienst anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens. Zahlreiche Gottesdienstbesucher aus nah und fern füllten die Kirche und bildeten die Festgemeinde.
Im Mittelpunkt stand der Gedanke der Gemeinschaft und der Einheit. Gemeinde soll ein Ort sein, an dem Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Prägungen und Meinungen zusammenfinden, miteinander beten, einander tragen und vergeben. Konflikte gehören dabei zum menschlichen Miteinander, können aber mit dem Blick auf Jesus und Liebe überwunden werden. Einheit entsteht nicht durch Gleichheit, sondern durch Hingabe.
Das Bibelwort aus Johannes 17,20–21a gab diesem Gedanken eine besondere Grundlage. Jesus bittet seinen Vater: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien.“
In seiner Predigt richtete Apostel Korbien den Blick auch auf die Menschen, die in den vergangenen 125 Jahren das Gemeindeleben in Delitzsch geprägt haben. Viele Gottesmänner und -frauen haben in dieser langen Zeit ihren Platz in der Gemeinde ausgefüllt. Wie viele Gottesdienste, Segenshandlungen und Zusammenkünfte mögen in diesen 125 Jahren hier stattgefunden haben?
Gemeindevorsteher Priester Gerald Lehmann brachte im Predigtbeitrag seinen persönlichen Dank zum Ausdruck und unterstrich den Wunsch zur Einheit auch weiterhin ernst zu nehmen.
Auch der Festgottesdienst spiegelte die vielfältigen Dienste und das Leben der Gemeinde wieder. Neben Predigt und Feier des Heiligen Abendmahl, wurde der Gottesdienst musikalisch durch Chor und Kinderchor gestaltet. Freudig und bewegt erlebte die Gemeinde, wie der kleine Glaubensbruder Jona Hirsch, Gabe Heiligen Geistes empfing. Zudem wurde Diakon Thomas Knoll, zum Priester ordiniert.
In der Gemeinde gibt es eine Vielzahl an Amtsträgern im Ruhestand. Dieser Kreis wurde durch die Ruhesetzung von Diakon Ortwin Ptak erweitert.
Zum Abschluss erklang, von der gesamten Gemeinde gesungen, das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ aus dem Gesangbuch (Nr. 255).
Doch mit dem Gottesdienst war der Festtag noch lange nicht zu Ende. Auf dem Kirchengrundstück war alles für ein gemeinsames Gemeindefest vorbereitet. Bei einem gemütlichen Brunch blieb Zeit für gute Gespräche und Begegnungen. Zudem wurde ein Film sowie Dias mit Erinnerungen aus den letzten Jahrzehnten Gemeindeleben gezeigt.
Auch die jüngsten Gemeindemitglieder kamen nicht zu kurz. Beim Spielen und Basteln konnten die Kinder den Tag mitgestalten und ihre Freude zum Ausdruck bringen. Damit wurde zugleich der Blick nach vorn gerichtet: Die Kinder sind ein wichtiger Teil der Zukunft unserer Gemeinde.
Am Ende dieses besonderen Tages bleibt vor allem ein großes Dankeschön.
Unser Dank gilt zuerst Gott, der uns diesen Tag geschenkt hat und zu allen Mühen Gelingen gegeben hat. Ebenso danken wir allen Helferinnen und Helfern aus der Gemeinde sowie Sängerinnen und Sängern aus dem Bezirk, die den Chor unterstützt und damit zum Gelingen des Festgottesdienstes und des Gemeindefestes beigetragen haben.
Der lange im Voraus geplante Festtag begann am Morgen mit einigen Regentropfen. Sie sollten die einzigen des Tages bleiben. Auch dafür sagen wir unserem Gott Danke.
So blicken wir dankbar auf 125 Jahre Gemeindegeschichte zurück, freuen uns über die Gemeinschaft im Heute und schauen voller Hoffnung auf das Morgen.
St.W.
Neuapostolische Kirche