Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied: Dennoch bleibe ich stets an dir. Der Apostel brachte seine Freude zum Ausdruck, dieses Lied nach langer Zeit wieder einmal zu hören. Asaf verdeutlicht hier im 73. Psalm, dass es in schweren Zeiten immer gut ist, Gottes Nähe in seinem Haus zu suchen. Es ist ihm eine Freude, den Menschen Gutes zu tun.
Der Apostel übertrug daraufhin die Botschaft des Gottesdienstes in unsere heutige Zeit. So wie ein Gärtner genau überlegt, was und wohin er pflanzt, so wirkt auch Gott in beständiger Treue an uns, mit dem Ziel, dass viel Frucht entsteht. Das Opfer und der Sieg Jesu lässt uns geistlich fest verwurzeln. Niemand kann uns gegen unseren Willen von ihm trennen. Durch die Gabe des Heiligen Geistes gibt uns Gott die Zusicherung des ewigen Lebens. Er ist das Unterpfand, gleichsam die Anzahlung, dass Gott uns sein Erbe schenken will. Tragende Säulen der in Gott Eingepflanzten sind Glaube, Liebe und Hoffnung. Solange Apostel auf dieser Erde wirken, wird die Hoffnung auf die Wiederkunft des Gottessohnes gepredigt, so der Apostel weiter. Gutes von Gott empfangen wir auch und besonders in der Gemeinschaft. Deshalb ermunterte der Apostel die Kinder, die Jugend, die Sänger, die ganze Gemeinde, im Einssein und in der Liebe miteinander und mit Gott verbunden zu bleiben.
Bezirksevangelist Marco Fründ beleuchtete in seinem Predigtbeitrag die Perspektive von uns Menschen. Menschen sehen, was vor Augen ist, Gott allein aber sieht das Ganze. Am Beispiel Josephs verdeutlichte er, dass seine Brüder es böse mit ihm meinten, Gott jedoch später alles zum Guten gewendet hat.
In der Einleitung zur Feier des Heiligen Abendmahls griff der Apostel noch einmal das Bild des Gärtners auf. Mit Bezug auf das Gesangbuchlied "Ein Gärtner geht im Garten" beschrieb er Gott als den Pflegenden. Er möchte uns vom Bösen befreien, von der Sünde erlösen und uns im Sakrament neue Kraft zur Entwicklung und zum Gedeihen vermitteln. Deshalb ist es gut, auch beständig im Brotbrechen zu bleiben.
Neuapostolische Kirche