Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Taucha

Gemeindemitglieder der Neuapostolischen Gemeinde Taucha beteiligten sich am 27. Januar an der städtischen Gedenkandacht für die Opfer des Nationalsozialismus und setzten gemeinsam mit vielen weiteren Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung.

Der 27. Januar ist der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 durch die Rote Armee. Millionen Menschen waren bis dahin Opfer von Verfolgung, Entrechtung und unfassbarem Leid geworden. Der Gedenktag mahnt, diese Verbrechen nicht zu vergessen.

Auch in Taucha kamen an diesem Tag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken. Besonders viele Schülerinnen und Schüler nahmen als Vertreter ihrer Schulen teil. Ebenso waren Vertreter aus Politik, Parteien und Vereinen anwesend.

Bürgermeister Tobias Meier richtete klare und eindringliche Worte an die Versammelten. Er betonte, dass es in der Verantwortung aller liege, das gesellschaftliche Miteinander aktiv zu gestalten – geprägt von Offenheit, Respekt und gegenseitiger Achtung. Der Satz „Nie wieder ist jetzt!“ dürfe keine bloße Floskel sein, sondern müsse im Alltag und in den kommenden Tagen mit Leben gefüllt werden.

Die drei christlichen Kirchen der Stadt waren ebenfalls vertreten. Pfarrer Nico Piehler, Andreas Černý und Priester Sebastian Kräher sprachen ein gemeinsames Gebet. Anschließend beteten die Anwesenden gemeinsam das Vater Unser.

Musikalisch wurde die Gedenkandacht vom gemeinsamen Posaunenchor der evangelischen und neuapostolischen Gemeinde begleitet. Die Veranstaltung setzte damit ein stilles, aber deutliches Zeichen des Erinnerns, der Verantwortung und der gemeinsamen Haltung gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt.