Bezirks-Kindertag in Badrina

Am 04.09.2022 fand nach Corona-bedingter Pause unser lang ersehnter und erbetener Bezirkskindertag des Kirchenbezirks Leipzig statt.

Der dafür gewählte Ort war Badrina, ein kleines Dorf nordöstlich von Leipzig. Ungefähr 90 Kinder zwischen 4 und 14 Jahren und ca. 60 Erwachsene – Eltern, Kinderlehrer, und weitere Helfer – versammelten sich ab 9:30 Uhr zum gemeinsamen Singen.

Pünktlich 10:00 Uhr begann im Festsaal der Gemeinde Badrina der Gottesdienst, dem ein Wort aus der Bergpredigt zugrunde gelegt war: „Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder genannt“ (Matthäus 5 Vers 9). Den Gottesdienst leitete unser Bezirksevangelist Rainer Lippold. Der Gottesdienst begann mit dem gemeinsam kraftvoll gesungenen Lied: „Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt“. Rainer Lippold führte die Kinder wunderbar in die Situation ein, die Jesus auf einem Berg nahe dem See Genezareth vorfand, wohin viele gekommen waren, ihn zu hören. Er erklärte den Kindern mit einfachen Worten, was es bedeutet, sich wieder zu vertragen, wenn man sich mal gestritten oder gezankt hat. Und er befragte die Kinder zu ihren eigenen Erfahrungen mit Streit und schloss mit einer Erklärung, die Jesus abgab, dass der, der dafür sorgt, dass es wieder friedlich zugeht, glücklich sein wird. Das gipfelt in der Verheißung von Jesus: „Friedensstifter werden Gotteskinder heißen“. Anstelle eines weiteren Predigtbeitrags folgte eine dialogisch vorgetragene Geschichte aus dem Alten Testament, bei der sich die Kinder aktiv beteiligen konnten: die Geschichte von Abraham und Lot; und wie Abraham durch einen großzügigen Kompromiss: „Gehst du zur Rechten, gehe ich zur Linken…“, den lange währenden Streit der Hirten um die besseren Weidegründe schlichten und Frieden schaffen konnte.

Nach dem Heiligen Abendmahl begrüßte Rainer Lippold persönlich die Schulanfänger des Bezirks herzlich. Alle erhielten eine kleine Zuckertüte mit kleinen nützlichen Dingen, die sie auch in der Schule an den Schutz und die Hilfe unseres himmlischen Vater erinnern werden. Der Gottesdienst endete mit Gebet und Amen und einem Lob- und Preislied.

Nächster Programmpunkt war das Mittagessen. Es gab aus der Gulaschkanone ein wirkliches „Kinderlieblingsessen“: Nudeln mit Wurstgulasch und Käse.

Dann ging es hinüber zum Gehöft der Familie Richter. Der Hof mit einer dazugehörigen historischen Schmiede wird nachweislich seit 1775 von der Familie bewirtschaftet. Heute tun das zwei Frauen: die 82-jährige Oma Richter und ihre Tochter. Eine friedvolle Idylle mit viel Platz zum Spielen, einem schönen Bauerngarten und den historischen Gebäuden empfing die Kinder. Die Helfer hatten vielfältige Stationen aufgebaut, die die Kinder frei wählen konnten. Es war eigentlich für jeden etwas dabei. Eine große Attraktion war eine Fahrt mit dem historischen Traktor, bei der die Kinder auf dem Anhänger Platz nehmen konnten. In der historischen Schmiede wurde von vielen Kinderhänden an einem Metallherz gehämmert und „geschmiedet“. Dieses Herz ist für den Wanderpokal gedacht, der zukünftig jeden Kindertag des Bezirks begleiten wird. Daneben gab es noch viele andere sehr interessante Stationen, zum Beispiel eine Musikecke, wo man Boomwhacker – das sind gestimmte Perkussionskunststoffröhren – kennenlernen und ausprobieren konnte. Als wichtige Station sei hier noch jene genannt, wo die Kinder Friedenskärtchen gestalteten und mit einer persönlichen Botschaft oder einem Bild versahen. Diese Kärtchen wurden an mit Helium gefüllte Luftballons gebunden und zum Abschluss dieses gelungenen sonnigen und ereignisreichen Tages mit den Friedensbotschaften der Kinder in den Himmel geschickt. Ein großartiger und bewegender Moment. (Ergänzend sei zu der Luftballonaktion noch gesagt, dass alle Luftballons und Bänder aus umweltfreundlichem, voll kompostierbarem Material bestanden, und dass der Start behördlich genehmigt war.)

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Allen, die zum Gelingen dieses wunderbaren Tages beigetragen haben. Das sind einmal Jene, die sich schon im Vorfeld viele Gedanken gemacht und alles so perfekt vorbereitet hatten. Das sind weiterhin alle Helfer und Eltern, die am Tag selbst unterstützt haben. Ein besonders großes Dankeschön geht an die Familie Richter mit ihrer wunderbar großzügigen Gastfreundschaft und besonders sei an dieser Stelle nochmals Oma Richter gedankt, die für unsere Kinder extra zwölf Bleche super leckeren Streuselkuchens gebacken hatte!

Unser Dank geht auch an die Gemeinde Badrina selbst – den Bürgermeister, Herrn Tiefensee und den Gemeinderat, die uns kostenfrei ihren großen schönen Gemeindesaal für den Gottesdienst und die Speisung „hungriger Mäulchen respektive Teilnehmer“ überlassen hatten.