Bezirksjugendstunde mit dem Apostel

Zur Einstimmung auf den Gottesdienst für Entschlafene mit dem Bezirksapostel am 1. Juli in Leipzig-Mitte hatte der Bezirksjugendleiter und Bezirksälteste Thomas Cramer die Jugendlichen des Kirchenbezirkes Leipzig zu einer Jugendstunde nach Taucha eingeladen.

Mehr als 50 Jugendliche und ihre Betreuer waren der Einladung gefolgt und saßen am Freitagabend, 22. Juni 2012 dicht gedrängt im kleinen Saal der Kirche Taucha. Apostel Bimberg hatte sich im Vorfeld bereit erklärt, den Jugendlichen zum Entschlafenenwesen der Neuapostolischen Kirche Rede und Antwort zu stehen.

Zu Beginn verwies der Apostel auf die Broschüre „Der Jenseitsglaube der neuapostolischen Christen“, die im Jahr 2005 von der Neuapostolischen Kirche International herausgegeben wurde. Diese Broschüre ist eine Zusammenfassung der Lehraussagen unserer Kirche zum Jenseitsglauben und zur Zukunftshoffnung. Sie wird abgelöst durch den Katechismus, der demnächst erscheint.

Mit Blick auf die Heilige Schrift sagte der Apostel, dass unsere Glaubenslehre dort angelegt ist. Die Lehre entwickelt sich aber fortlaufend weiter und ist immer das Ergebnis des jeweiligen Erkenntnisstandes. Ausführlich erläuterte der Apostel das Gleichnis Jesu vom reichen Mann und armen Lazarus. In diesem Gleichnis ist davon die Rede, dass es im Totenreich einen Ort der Geborgenheit und einen Ort der Qual gibt. Beide Bereiche sind durch eine unüberwindbare Kluft getrennt. Diese Kluft hat Jesus mit seinem Opfertod überbrückt.

Im Vergleich zum Entschlafenenwesen bzw. -gedenken in den beiden Großkirchen ist das Unsere erweitert, erläuterte der Apostel. Es bezieht sich nicht nur auf Mitglieder unserer Kirche, sondern schließt alle Menschen ein.

Die Sakramente, die im Gottesdienst für Entschlafene den Seelen aus der jenseitigen Welt gespendet werden, sind Heilsmittel, die durch Wort und Zeichen ihre Wirkung entfalten. Sie werden (als Zeichen) stellvertretend an zwei Amtsträgern vollzogen.

Dass Gottesdienste für Entschlafene immer wieder durchgeführt werden, hängt damit zusammen, dass es auch immer wieder hilfsbedürftige Seelen gibt. Mit anderen Worten: unsere Fürbitte wird immer wieder gebraucht.

Als Beispiel dafür, dass bereits zur Zeit des Alten Bundes an eine Hilfe für Entschlafene geglaubt wurde, führte der Apostel 2. Makkabäer 12, 39-46 an.

Im Anschluss an seine Ausführungen beantwortete Apostel Bimberg Fragen der Jugendlichen.