Vom guten Frühstück zu anderen guten Dingen…

Die Kinder des Kirchenbezirkes Halle erlebten einen Bezirks-Kindergottesdienst unter dem Jahresmotto 2011 „Lasst uns Gutes tun“.

Der Beauftragte für die Kinderseelsorge im Bezirk Halle, Priester Heiko Stephan, stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort Hebräer 13, 16:

„Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“

Zur Einstimmung lasen einige mutige kleine und größere Kinder aus einer Kinderbibel die Geschichte der Fußwaschung aus Sicht des Apostel Petrus vor. So eingestimmt sangen dann alle das Lied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“. Nach dem Vers aus der Bibel erklang das Lied „Wir haben Freude zu verschenken“. Beides zusammen legte den Grund für das nun Folgende.

Anfänglich noch schüchtern, brach das Eis bei den Kindern bald und sie antworteten fleißig auf die gestellten Fragen. Schwer fiel es ihnen, irgendetwas Gutes vom vorangegangen Morgen zu finden; der Tagesablauf ist zu selbstverständlich. Nach kurzem Überlegen verstanden sie, dass es auch auf die kleinen Dinge ankommt, z.B. keine Alpträume zu haben oder ein gutes Frühstück nach dem Aufstehen.

Das Thema des Gottesdienstes kristallisierte sich heraus: Gutes tun…

  • Was ist Gutes?
  • Halte nichts Gutes für klein.
  • Lass dich von den Sorgen anderer berühren.
  • Lass dich von nichts aufhalten, Gutes zu tun.

Der Wert „Gutes zu tun“ wurde mit einer kleinen Geschichte untermauert:

„Ein alter Mann wohnte ganz allein in einem Haus, er konnte nicht mehr laufen. Er guckte immer aus dem Fenster, weil es früher ja noch keine Fernseher gab. Immer, wenn Kinder an seinem Haus vorbeigingen und ihn sahen, warfen sie Steine an sein Fenster, lästerten und lachten über ihn. Ein kleines Mädchen musste, um zur Schule zu kommen, auch an seinem Haus vorbei. Morgens hin und mittags zurück. Jeden Tag grüßte sie ihn freundlich, wenn sie ihn sah. Morgens sagte sie: „Guten Morgen“ und mittags: „Guten Tag“. Eines Tages saß der Mann nicht mehr an seinem Fenster. Ein Notar kam zu dem kleinen Mädchen. Er sagte ihr, der Mann sei gestorben und er habe ein Testament hinterlassen. In dem Testament hieß es, er würde all sein Vermögen und alles was er hat, an ein kleines Mädchen geben. Er wusste ihren Namen nicht, aber er kannte die Straße, in der das Mädchen wohnt. Sie sei als Einzige freundlich zu ihm gewesen.“

Den Abschluss fand der Gottesdienst mit einem „Warm up“. Die Kinder bewegten sich zu auffrischender Musik, um die eingeschlafenen Beine und Arme wieder aufzuwecken.