Sportlich durchs Muldental

Eine Rundfahrt durchs Muldental bildete die diesjährige Ausgabe der traditionellen Tour de(r) Sachsen. Nur mit Kreativität, Ausdauer, Wissen und Teamgeist konnten die teilnehmenden Mannschaften bestehen.

Rund 40 Aktive Radfahrer nahmen an der diesjährigen Tour de(r) Sachsen teil. 20 km und sieben Stationen waren zu absolvieren, ehe die Zielflagge an der Neuapostolischen Kirche in Naunhof geschwenkt wurde. An der Kirche in der Ungibauerstraße hatten sich die Teilnehmer gegen 10 Uhr eingefunden. Eine gute halbe Stunde später ging das erste von sechs Teams an den Start. Der älteste Teilnehmer kam auch in diesem Jahr wieder aus der Gemeinde Taucha.

Bibelwissen und die Beherrschung der 10 Glaubensartikel erwiesen sich als ebenso großer Vorteil wie Geschwindigkeit; nicht so sehr auf dem Rad, aber im Umgang mit einer Säge. Die meisten Punkte für das Team, welches einen Baumstamm am schnellsten durchgesägt hatte, so die einfache Rechnung.

Geschicklichkeit war beim Frisbee-Werfen und dem Erklimmen eines Baumes gefragt. Gesucht wurde die Mannschaft, die in der kürzesten Zeit die größte Höhe schafft. Der Einsatz technischer Hilfsmittel war dabei nicht ausgeschlossen. Nicht nur sprichwörtlich gut lief es für die Gruppe, die die meisten Sprachweisheiten parat hatte. Das Team, welches zum Beispiel „Im dunkeln am besten munkeln“ konnte beziehungsweise derartige Sprichwörter am besten beherrschte, bekam die meisten Punkte. Vorn dabei waren auch diejenigen, die wussten, dass eine Tanne kein Laubbaum ist.

Eine besondere Aufgabe musste in diesem Jahr erstmals gelöst werden: Jedes Team sollte während der Rundfahrt einen speziellen Gegenstand auftreiben: Abgestempelte Briefmarken, ein niederländisches 1-Cent-Stück oder ein Ei. Jeder Mannschaft gelang es, diese Aufgabe mit Kreativität und Engagement zu lösen.

Die Mannschaften wurden vor dem Start wild durcheinander gewirbelt. Die sonst üblichen Gemeindeteams suchte man vergebens. Dem Ehrgeiz tat das nur wenig Abbruch. So war der Sieg von Team 4 mindestens genauso umjubelt, wie die Siegerteams früherer Jahre. Nach einer denkbar knappen Entscheidung - zwischen Platz eins und vier lagen nur fünf Punkte - durfte das Team mit den vielen jungen Geschwistern aus der Gemeinde Leipzig-Mitte den Siegersekt aus dem goldenen Pokal trinken. Platz zwei ging an Team 3, den dritten Platz belegt Team 2.

Salate, eine Unmenge Kaffee und ein riesiger Pavillon waren von den Organisatoren für die Zeit nach dem Zieleinlauf bereit gestellt worden. Bezirksevangelist Cramer richtete am Ende der Veranstaltung einen besonderen Dank an die „sichbaren“ und „unsichtbaren Helfer“, zu denen auch der himmlische Vater zählte. Wenn dunkle Wolken auftauchten, hielt er seine Hand davor, sodass die Tour de(r) Sachsen 2010 nicht ins Wasser fallen musste.