Gott schafft, was er will

Im Mai 2003 hatte Bezirksapostel Klingler zum ersten Mal die Gemeinde Delitzsch besucht. Nach fast genau sieben Jahren kam er nun ein weiteres Mal, um der Gemeinde zu dienen.

Am Sonntag, dem 16. Mai 2010 waren es fast genau sieben Jahre, dass Bezirksapostel Klingler zum ersten Mal nach Delitzsch gekommen war. Nun kam er ein weiteres Mal, um den Delitzscher Glaubensgeschwistern zu dienen. Lange schon hatten sie sich auf diesen Festgottesdienst gefreut. Begleitet wurde der Bezirksapostel von Bischof Matthes. Eingeladen waren auch die Vorsteher des Kirchenbezirkes Leipzig.

Als Textwort legte der Bezirksapostel seinem Dienen Psalm 115, 3 zugrunde:

"Unser Gott ist im Himmel. Er kann schaffen, was er will."

Kerngedanken aus der Predigt:

Möge Christus in unseren Herzen stets den Raum erhalten, der ihm gebührt!

In einem Wohnhaus gibt es unterschiedliche Räume und jeder Bewohner hat vielleicht sein "Lieblingszimmer".
Wenn wir unser Herz mit einem Haus vergleichen, dann sollte es keinen Bereich geben, der geteilt wird mit einem anderen Geist. Es sollte auch kein verstecktes Kämmerlein geben, das wir dem Herrn vorenthalten!

In einem Haushalt werden hier und da Dinge aufgehoben, egal ob sie benötigt werden oder ob es sich um überflüssigen "Krempel" handelt. Im Geistigen besteht die Gefahr, dass unser Herz mit allem möglichen "Krempel" angefüllt ist und die Dreieinigkeit Gottes darin keinen Platz mehr findet.

Christ sein, neuapostolisch zu leben heißt, dass ich jeden Winkel meines Herzens dem Herrn zeigen und sagen kann: Herr, prüfe du, wie ich es meine.

Im Tempel gab es damals ein reges Treiben, das scheinbar einen höheren Stellenwert hatte, als Gott nahe zu sein. Hätten Handel und Tausch nicht außerhalb des Tempels stattfinden können? Genau darauf wies Jesus hin.
Wir tragen in unserem Leben um viele Dinge Sorge, ja manchmal plagt uns der Alltag sogar. Auch unsere Kleinen klagen schon, z. B. über Stress in der Schule. Und dann gehen wir in das Wochenende. Der Sonntag steht vor uns und Gott möchte uns dienen im Gottesdienst. Welchen Stellenwert hat der Sonntag für uns? Wie bereiten wir uns darauf vor? Wie ist unsere Blickrichtung auf diesen Tag?

Wir können die Zeitverhältnisse bejammern, wir können sie auch zur Kenntnis nehmen und uns darauf einstellen. Stellen wir uns gegen den Zeitgeist, der Gott in Frage stellt oder ihn vorwurfsvoll anklagt und ihn für alles Mögliche verantwortlich macht. Große Fortschritte in Wissenschaft, Medizin und Technik lassen den Menschen überheblich werden. Man fragt: Wozu brauchen wir denn eigentlich Gott?

Schon in den Psalmen wird berichtet, wie Gott verspottet wurde. Elia hatte ein großes Gottvertrauen und dazu bekannte sich Gott schließlich.

Der dreieinige Gott steht über unserer Verfügungsgewalt! Und wie kann er uns helfen, wenn er so weit weg ist? Gott kann schaffen was er will, dass lehrt die Reichsgottesgeschichte. Das Volk Israel erlebte Gottes Größe nach einer Zeit voller Resignation und Mutlosigkeit.

Heute sagt der Zeitgeist: Die Verheißung, dass Christus wiederkommen will, ist doch schon so alt! Muss man nicht die Wortverkündigung darüber etwas zurücknehmen? - Das ist eine große Gefahr! Wenn wir nicht an die Wiederkunft Christi glauben, warum gehen wir dann zum Gottesdienst? Warum strengen wir uns überhaupt an, in das Wesen Christi hinein zu wachsen? Wenn ich nicht die Hoffnung habe im Reich des Friedens Helfer an der Seite Christi zu sein, warum mühe ich mich dann heute ab?

Steht die Wiederkunft Christi nicht mehr im Mittelpunkt, dann besteht die Gefahr, dass wir zu einem frömmelnden Verein werden.

Der Herr möchte in deiner und meiner Seele Frieden schaffen im Sinne der Erlösung. Frei machen von allen Bindungen, die uns an die Erde binden. Er möchte uns vollenden, das sind die Schwerpunkte des Wirkens des Heiligen Geistes.

Dieser Gottesdienst soll neue Zuversicht spenden! Dem Ehrlichen und Aufrichtigen wird es der Herr gelingen lassen. Stammapostel Schmidt sprach in der Vergangenheit vom "Gnadenpförtlein". Alle sind auf die Gnade Gottes angewiesen.

Der Herr denkt an dich und segnet dich!

In Psalm 115, 9 steht: "Er ist ihre Hilfe und Schild."

Wenn Gott will,

  • dann hilft er, ohne dass du etwas dazu tust,
  • schafft er den Schutz, den du brauchst,
  • denkt er an dich ganz persönlich.

Der Herr denkt an dich, dass können wir unseren Kindern, unserer Jugend in das Herz schreiben. Unseren Kranken sei gesagt: Der Herr denkt an dich! In allen Gemeinden, im Chor bei aller Mitarbeit im Werke Gottes möge empfunden werden: der Herr denkt an dich.

Dies umfasst auch seinen Segen, den er nicht nach dem Gießkannen- Prinzip verteilt, sondern er segnet nach unseren persönlichen Bedürfnissen.