Gottes Freund sein

Durch den Glauben Gottes Freund sein - diese Botschaft stand im Mittelpunkt zweier Kindergottesdienste im Arbeitsbereich von Apostel Bimberg. Der Apostel diente in der Kirche Chemnitz den Kindern der Bezirke Aue, Chemnitz und Zwickau und Bischof Matthes in der Kirche Leipzig-Mitte den Kindern der Bezirke Bautzen, Dresden und Leipzig.

Der erste Sonntag im Mai brachte den Kindern aus dem Arbeitsbereich von Apostel Bimberg einen besonderen Höhepunkt: Sie erlebten einen Kindergottesdienst mit ihrem Apostel bzw. mit ihrem Bischof. Der Apostel diente in der Kirche Chemnitz den Kindern der Bezirke Aue, Chemnitz und Zwickau und Bischof Matthes in der Kirche Leipzig-Mitte den Kindern der Bezirke Bautzen, Dresden und Leipzig.

Bereits im Februar 2010 hatte der Apostel das Textwort für den Kindergottesdienst bekannt gegeben:

"Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden, und er wurde ein Freund Gottes genannt." (Jakobus 2, 23)

Die Lehrer waren gebeten, die Kinder auf den Gottesdienst einzustimmen. Dazu sollten sie in den Unterrichten mit dem biblischen Bericht über Abraham altersgerecht bekannt gemacht werden. Des Weiteren hatte der Apostel die Kinder aufgerufen, zu den Themen "Abraham" und "Freund" etwas aufzuschreiben, zu malen oder zu basteln. Die Ergebnisse sollten dann zum Gottesdienst mitgebracht und ausgestellt werden.

Im Folgenden der Bericht eines Gottesdienstteilnehmers in Leipzig-Mitte:

"Habt ihr Freunde?" Ein deutlich hörbares Ja war die Antwort von einem Dutzend Kinder auf diese Frage von Bischof Matthes. Kindgerecht, klar und mit vielen sprachlichen Bildern, erklärte der Bischof den Kern des Textwortes: Die Freundschaft zwischen Gott und Abraham, ein Beispiel für die Freundschaft zwischen Gott und den Menschen. Freunde haben voreinander keine Geheimnisse. Abraham hatte keine Geheimnisse vor Gott und Gott hatte keine vor Abraham. Auch vor seinen Kindern, so Bischof Matthes, habe Gott keine Geheimnisse. Er erzähle ihnen alles im Gottesdienst. Freunde verbinden sich miteinander - Gotteskinder beten zu ihrem himmlischen Vater. Freunde helfen einander - Gott schenkt seinen Kindern den Engeldienst. Freunde teilen. Auch Gotteskinder sollten teilen. Mit Teilen meinte der Bischof allerdings nicht: halbieren. Wahres Teilen sei, dem geliebten Mitmenschen immer ein Stück mehr zu geben als sich selbst - ein Grundsatz, den er auch schon seinen eigenen Kindern beigebracht habe.

Im ersten Teil seiner Predigt hatte der Bischof den himmlischen Vater mit den Lehrern in der Schule verglichen. Sicherlich würden die Kinder Eltern und Lehrern glauben, aber oftmals sei es gar nicht so einfach alles zu akzeptieren, was sie zu sagen hätten. Bischof Matthes gab zu, dass er als Kind auch nicht immer einverstanden war, wenn seine Eltern ihn riefen. Geige üben statt zu spielen? Das entsprach meistens nicht seinen Vorstellungen. Wie dankbar war er ihnen aber später. Denn als Jugendlicher durfte er in einem Orchester musizieren, das anlässlich eines Stammapostelbesuches spielte. Die Entscheidung seiner Eltern habe ihm Segen gebracht. Keiner, so der Bischof weiter, habe sich seine Eltern ausgesucht. Sie wurden jedem von Gott gegeben. Deshalb sei ihr Ruf auch manchmal ein Ruf Gottes.

In diesem Gottesdienst waren auch immer wieder junge Nachwuchsmusiker, Sänger und Instrumentalisten zu hören. Dass ihre Musik Freude erzeugte und diese Freude ansteckend war, bekam auch Bezirksevangelist Cramer zu spüren. Nachdem er vom Bischof gerufen worden war und am Altar stand, ein Lächeln im Gesicht, hätte er am liebsten bei dem Lied "Lobe den Herrn, meine Seele" mitgesungen. Er appellierte er an die Gemeinde von morgen: "Mitarbeiten, Vergeben, Dranbleiben!"

Zur Einstimmung auf das Heilige Abendmahl sangen alle gemeinsam das Lied Nr. 88 aus dem neuen Kinderliederbuch. Dort heißt es unter anderem: "Auch wenn ich Fehler mache, nimmst du mich liebend an. Danke, dass ich immer wieder zu dir kommen kann." Immer wieder zu dir kommen, war dann auch der Kerngedanke, mit dem der Bischof die Gottesdienstteilnehmer auf die Sündenvergebung vorbereitete. Wie ein Kind immer wieder zu seiner Mutter kommt, wenn die Kleidung schmutzig ist und gewaschen werden muss, so nimmt sich auch der himmlische Vater immer wieder der Herzen seiner Kinder an.

Nach dem Gottesdienst wurde gemeinsam gegessen: Wiener Würstchen, belegte Brötchen, Obst und Schokoküsse. Anschließend war Zeit für Gespräche, gegenseitiges Kennenlernen und Besichtigen der im Foyer ausgestellten Exponate. Kurz nach 13 Uhr fanden sich alle wieder im Kirchensaal ein. Bevor gemeinsam einige Lieder geübt wurden, gaben Kinder aus dem Bezirk Bautzen Kostproben ihres musikalischen Könnens.

Zum Abschluss dieses "Kleinen Kindertages" wandte sich der Bezirksälteste Martin Jähne an die Kinder. Er hielt eine kleine Spielfigur in der Hand, "Thomas, die Lokomotive", und sagte, dass jede Geschichte dieser Kinderserie mit "Thomas und seine Freunde" überschrieben sei. Bischof Matthes und Bezirksevangelist Cramer heißen mit Vornamen Thomas, so der Bezirksälteste. Deshalb könnten die Kinder doch mit dem schönen Gefühl nach Hause fahren, einen Tag mit Thomas und seinen Freunden verbracht zu haben.