Nacht der Kirchen in Halle (Saale)

"Einladung zum Leben - Mitteilenswert: Worte der Bibel" lautete das Thema der 7. Nacht der Kirchen in Halle (Saale), an der sich die neuapostolische Gemeinde Halle zum 6. Mal beteiligte.

Am Samstagabend, 18. August 2007, waren in Halle und näherer Umgebung wieder viele Kirchen und Gotteshäuser, 46 an der Zahl, bis Mitternacht geöffnet. Die Gemeinde Halle, hatte eine Präsentation "Bekannte Worte der Bibel in Bild und Ton" vorbereitet, die sich an das diesjährige Thema der Nacht der Kirchen anlehnte.

Nach der Eröffnung des Bildvortrages durch den Vorsteher erklang das Choralvorspiel von W.F. Bach "Jesu meine Freude". Einige in unserer Kirche verwendeten liturgischen Texte wurden durch Orgel und Gesang anhand vertonter Bibelverse vorgestellt, z.B. "Unser Vater" (J.G.Rheinberger) und "Ach bleib mit deiner Gnade" (GB 144).

Einen breiten Rahmen nahm anschließend der Vortrag ein: "Redensarten und wo sind sie in der Bibel - Heiligen Schrift - zu finden?" Es war sehr interessant zu hören, auf welche Bibelstelle sich so manche im Alltag geäußerte Redensart eigentlich gründet. Eine Reihe der über 100 Besucher des Abends nahm sich die Zeit zu hören, was z.B. Sirach in seiner Weisheit auch uns heute noch zu sagen hat oder wie die ersten und die letzten Worte in der Heiligen Schrift lauten. Wie war das mit "Schwerter zu Pflugscharen" oder dem "Splitter im Auge des Bruders"usw.?

Das Programm wurde abgerundet mit Orgelvorträgen von vertonten Psalmworten und Textstellen aus dem Matthäusevangelium und der Weisheit Sirach: "Befiehl du deine Wege" (P. Gerhardt), "Lobe den Herren" (J. Neander), "Nun ruhen alle Wälder" (P. Gerhardt) und "Nun danket alle Gott" (M. Rinckart).

Parallel zum Bild/Ton-Vortrag hatten Geschwister in einem Nebenraum eine Ausstellung von Bibeln und Lehrmaterialien, wie sie in unserer Kirche verwendet wurden und werden, aufgebaut. Viele Geschwister hatten wahre "Schätze" aus ihrem privaten Besitz beigesteuert.

Es waren Bibeln zu sehen, die durch häufigen Gebrauch gezeichnet waren, daneben lagen solche, die sich durch Größe und Alter auszeichneten, z.B. die "Kupferbibel" von 1630, heute nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden oder eine so große alte Bibel, für deren Transport ein Koffer herhalten musste.

Es gab Schmuckbibeln mit künstlerischen Darstellungen durch bekannte Maler (Salvador Dali) und Kupferstecher (Matthäus Merian d.Ä.) zu bewundern und auch das kleinste gedruckte Buch der Welt mit dem "Vater Unser" in sieben Sprachen.An den Wänden waren Faksimiles von Bibelseiten aus dem frühen Christentum und dem Mittelalter sowie der ersten von J. Gutenberg gedruckten Bibel zu sehen.

Das Interesse an diesen Exponaten war groß. Viele Besucher blätterten in den Schriften und stellten Fragen, die durch einen der Brüder, von Beruf Buchhändler, informativ beantwortet wurden.