75 Jahre Gemeinde Landsberg

Die Gemeinde Landsberg bei Halle (Saale) wurde am 1. Januar 1933 gegründet und feierte ihr 75-jähriges Jubiläum am 7. Juni 2008 mit einem Konzert und am 8. Juni mit einem Festgottesdienst. Dazu wurden auch alle "ehemaligen" Landsberger eingeladen.

Die Feierlichkieten zum 75-jährigen Jubiläum der Gemeinde Landsberg bei Halle (Saale) begannen am Samstag, 7. Juni 2008. Gegen 14:00 Uhr trafen die Ersten in der Versammlungsstätte der Gemeinde in der Leipziger Straße 47 ein. Über 50 der "ehemaligen" Landsberger waren aus der Ferne angereist. Die Wiedersehensfreude war groß - manche hatten sich 40 Jahre nicht mehr gesehen.

Für 17:00 Uhr war ein "Festliches Konzert" in der über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Doppelkapelle St. Crucis angesagt. Sängerinnen und Sänger der Kirchengemeinden Landsberg und Halle sowie ein Kammersextett aus dem Kirchenbezirk Halle erfreuten die Zuhörer. "Lobe den Herrn meine Seele!" war der Grundton des Konzertes und auch der Herzen vieler, die gekommen waren.

Anschließend traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein. Viele fleißige Hände sorgten schon in den Tagen zuvor für das leibliche Wohl. Ein kleiner Bildvortrag gab einen Abriss über 75 Jahre Gemeindegeschichte. Manch einer der liebgewordenen Menschen, die diese Geschichte mitgeschrieben hatten, war auf den Bildern zu sehen. So war zu verspüren: Sie sind nicht mehr da - und doch sind sie in den Herzen geblieben.

Am Sonntag, 8. Juni 2008 folgte dann als Höhepunkt der Jubiläumsgottesdienst mit Bischof Thomas Matthes. Als Textwort diente der 4. Vers aus dem 31. Psalm:

"Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen."

Wegen der großen Zahl der Gottesdienstteilnehmer war für diesen Tag die Mensa des hiesigen Gymnasiums angemietet worden. Auch da hatten viele fleißige Hände dafür gesorgt, dass es einen würdigen Rahmen gab.Wie groß war die Freude, als mit den ca. 150 Anwesenden der Hirte i.R. W. Kaiser, der in Landsberg mit Amtsbrüdern von Halle aus den Grundstein für die Gemeinde gelegt hatte, den Gottesdienstraum betrat. Er ist mit fast 95 Jahren wohl der einzige Zeitzeuge aus der Anfangszeit. Mit dem Fahrrad fuhr er damals von Halle nach Landsberg, um die Glaubensgeschwister zu betreuen und ist somit ein Beispiel für den Pioniergeist der ersten Jahre.Bischof Matthes verwies zu Beginn seiner Predigt auf die Ewigkeitsgemeinde, die mindestens ebenso groß sei wie die sichtbare. Das waren für viele der Anwesenden sehr emotionale Momente.

Der Bürgermeister der Stadt Landsberg war der Einladung ebenfalls gefolgt und richtete in seiner "frischen" Ansprache nach dem Gottesdienst sehr persönliche und zu Herzen gehende Worte des Dankes und der Anerkennung an die Festgemeinde. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die neuapostolische Gemeinde für ihn einen festen Bestandteil im Leben der Stadt Landsberg darstellt.

Anschließend gab es bei einem reichhaltigen Mittagessen und frischen Getränken noch einmal ausreichend Zeit und Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das ungezwungene Miteinander klang mit Kaffee und Kuchen in den Nachmittagsstunden aus.