Bezirkskindertag im Schullandheim Reibitz

Der diesjährige Kindertag des Bezirkes Leipzig fand im Schullandheim in Reibitz statt. Es sollte ein interessanter Tag werden, bei dem viel über die Natur, alte Handwerke und die Bibel zu erfahren war.

Am Samstag, dem 21. Juni 2008 fand im Schullandheim Reibitz bei Delitzsch der diesjährige Kindertag des Bezirkes Leipzig statt. Es sollte ein interessanter Tag werden, bei dem viel über die Natur, alte Handwerke und die Bibel zu erfahren war.Nach dem gemeinsamen Gebet zu Beginn vor der Scheune des Schullandheimes spielte das Bezirksnachwuchsorchester einige Lieder aus dem neuen Kinderliederbuch und alle stimmten fröhlich mit ein. Interessant war dabei die Kulisse mit alten Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen. Der kurzzeitige leichte Nieselregen tat dem Singen keinen Abbruch.

Anschließend wurden die Kinder in 7 Gruppen aufgeteilt. Die Teilnehmer einer jeden Gruppe erhielten als Erkennungsmerkmal einen Stempelaufdruck eines Tieres auf die Hand oder den Unterarm. Auch die Kleinsten - die Vorsonntagsschulkinder - wurden mit einbezogen. Sie bildeten eine separate Gruppe und hatten ihre eigenen Betreuer.Nun konnte die Führung durch die vorbereiteten Stationen beginnen. Die Kinder erhielten zunächst jeweils einen detaillierten Einblick in ein traditionelles Handwerk. Die damit verbundenen Arbeitsschritte und Werkzeuge wurden ihnen erklärt und die Kinder hatten die Möglichkeit, auch selbst handwerklich tätig zu werden. Anschließend suchten die Religionslehrer gemeinsam mit ihnen nach Begebenheiten in der Bibel, wo diese Handwerke in der Bibel zu finden sind.

In der Schmiede konnten die Kinder einem Schmied bei der Arbeit zusehen und selbst auch richtig kräftig auf den Amboss hauen und ein Stück Metall schmieden. Keine leichte Sache. Erinnert wurde im Zusammenhang mit der Bibel vor allem an den Riesen Goliath, der eine geschmiedete Rüstung trug, als er gegen David kämpfte, und die Nägel am Kreuz Jesu.

Die Spinnstube gab Gelegenheit, sich an der Herstellung eines Fadens aus Schafwolle zu versuchen - da war schon Gefühl gefragt. Die Wolle der Schafe war sehr fettig und hatte auch einen eigenartigen Geruch. Die Kinder erfuhren, dass auch das Fett aus der Wolle für verschiedene Dinge verwendet wird und daraus z.B. Creme hergestellt wird. In der Bibel findet man z.B. Hinweise beim Zeltweber Paulus und bei der Geschichte vom verlorenen Schaf.

Auch das Korbflechten und Besenbinden wurde erklärt und probiert. Man hörte die Begebenheit von dem kleinen Mose, der in einem geflochtenen Korb am Flussufer ausgesetzt wurde.

Bei der Mühle, einer umgesetzten voll funktionsfähigen Bockwindmühle aus dem ehemaligen Tagebau Delitzsch-Südwest, konnte allerdings nur zugeschaut werden. Dafür gab es beim Kuchen- und Plätzchenbacken in der Backstube viel Spaß unter den kleinen Bäckern. Als Beispiel aus der Bibel sei die Brot backende Witwe erwähnt. Besonderes Interesse weckte das Schlangenhaus mit einer richtigen Schlange, die alle, die sich trauten, anfassen konnten. Sie war gar nicht nass oder glitschig, sondern ganz warm und weich. In der Bibel findet man die Schlange beispielsweise bei Adam und Eva im Paradies oder bei Mose im Zusammenhang mit der Schlangenplage.

Ein Naturlehrpfad rundete die Tour ab. Er führte quer durch Wald und Wiese und vermittelte den Kindern viel Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt. Zwischendurch gab es Mittagessen im Freien und eine wohlverdiente Pause. Nebenbei konnten alle Kinder an einem Quiz teilnehmen und ihr gelerntes Wissen testen. Als alle wieder beisammen waren, wurden, wie in den vergangenen Jahren, Luftballons gen Himmel geschickt. Jeder Ballon war mit einer Karte vom Kindertag und der Adresse des absendenden Kindes versehen - vielleicht erhält ja jemand eine Antwort.Nach der Stärkung mit dem selbstgebackenen leckeren Kuchen aus der Backstube und einem abschließenden Gebet fuhren alle mit mancherlei selbstgefertigten Andenken wieder nach Hause. Ein großes Dankeschön an alle Helfer, die zu diesem erlebnisreichen Tag beigetragen haben.