Gemeinsames Sommerfest zum Kennenlernen

Das letzte Augustwochenende war für die Geschwister der Gemeinden Leipzig-Wahren und Leipzig-Plagwitz ein besonderes. Die Gemeinden feierten ein gemeinsames Sommerfest!

Der Gedanke zu einem gemeinsamen Sommerfest der Gemeinden Leipzig-Wahren und Leipzig-Plagwitz entstand bereits vor einigen Monaten durch die Jugend der beiden Gemeinden. Hintergrund war die Information, dass die Gemeinden L-Wahren und L-Plagwitz Anfang 2009 zusammengeführt werden sollen. Vor 18 Monaten trug Bischof Hoffmann diesen Gedanken den Geschwistern in Leipzig-Wahren an. Viel Wehmut war zu spüren. Mit dem Sommerfest sollte bereits lange vor dem Termin der Gemeindezusammenführung die Möglichkeit eines Kennenlernens gegeben und das Zusammenwachsen der "neuen" Gemeinde gefördert und unterstützt werden.

Die Jugend machte sich nicht nur Gedanken, sondern sie ging auch ans Werk. Schnell hatte sich ein kleines Organisationsteam gebildet; viele Gedanken wurden eingebracht. Auch ein Motto wurde gefunden: "2008 - Jahr der Gemeinschaft". Außerdem erinnerte man sich an das Leitwort unseres Bezirksapostels für 2008: "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander."(Johannes 1, 7)

Am Samstag, dem 30. August 2008 war es dann soweit. Gegen 14 Uhr wurden die ersten Geschwister auf dem Grundstück in L-Wahren durch die Jugend herzlich willkommen geheißen. Um das Kennenlernen etwas zu erleichtern, erhielt jeder Teilnehmer ein Namensschild. Auch die zu den Gemeinden gehörenden Bezirksältester Kleine und Bezirksevangelist Cramer konnten mit ihren Familien begrüßt werden.

Unser Bezirksevangelist eröffnete das Sommerfest mit Gebet und wünschte allen ein schönes Miteinander und viel Freude in der Gemeinschaft. Der Nachmittag war geprägt von vielen geplanten aber auch spontanen Programmpunkten. So trugen uns die Senioren, die Jugend und die Kinder der beiden Gemeinden - die neu formierten Chöre - gemeinsam Lieder vor. Viele schöne Gespräche entwickelten sich zwischen den Geschwistern der beiden Gemeinden. Erinnerungen an gemeinsame Jugendzeiten, Singstunden, Ausflüge wurden wieder wach.

Die Kinder hatten ihren eigenen Bereich, in dem sie basteln und malen konnten. Ein weiteres Highlight war das vorbereitete Bibelquiz: Bekannte und auch weniger bekannte Bibelworte wurden in zwei Teile zerlegt. Je ein Teil wurde an Geschwister der Gemeinden L-Wahren bzw. L-Plagwitz verteilt. Ziel war es, das entsprechende "Gegenstück" zu finden. Bei der Auflösung des Quiz wurde nun von beiden Geschwistern das gesamte Bibelwort vorgelesen sowie der Vorlesende vorgestellt.

Das von der Jugend erstellte Begleitheft zum Sommerfest mit dem Programm, einem Interview der beiden Vorsteher sowie der Vorstellung der Amtsträger der beiden Gemeinden wurde von den Geschwistern begeistert aufgenommen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Am Nachmittag wurden Kaffee und Kuchen, am Abend gegrillte Bratwürste und Steaks mit Salaten gereicht. Der erste Teil des gemeinsamen Sommerfestes endete an diesem Abend gegen 20 Uhr.

Der gemeinsame Gottesdienst in L-Plagwitz am Sonntag, 31. August bildete den krönenden Abschluss des gemeinsamen Wochenendes. Der Vorsteher der Gemeinde L-Plagwitz, Hirte Gunter Müller, leitete den Gottesdienst. Als Grundlage diente das Wort Johannes 6,56: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm." Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das bekannte Lied "Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft". Im Gottesdienst wurde uns diese Kraft durch Wort, Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls zuteil.

In Jesus Christus zu bleiben und sein Wesen anzunehmen ist für uns eine große Aufgabe. Der Vorsteher der Gemeinde L-Wahren, Priester Christian Langheinrich, unterstrich in seinem Mitdienen die Wichtigkeit der Kraft, die aus dem Opfer Jesu hervorgeht. Diese Kraft ist es, die wir zum Glauben, zum Tragen, zum Überwinden und zur Erreichung unseres Glaubenszieles benötigen. Im Gottesdienst herrschte eine schöne Atmosphäre, und es war spürbar, dass die Wahrener in Plagwitz herzlich willkommen sind. Der große Chor mit ca. 60 Geschwistern sowie der Jugendchor gaben zudem durch ihren gemeinsamen Gesang einen Ausblick auf die gemeinsame Zukunft in der "neuen" Gemeinde.

Viel Kraft, Zeit und Opfer wurden in die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbereitung dieses Festes von allen Beteiligten, vor allem von der Jugend der beiden Gemeinden, eingebracht. Dafür herzlichen Dank! Der Dank gebührt aber vor allem auch unserem himmlischen Vater, der zu allem seinen Segen und seine Hilfe bereitet hat. Er wird auch für das Bevorstehende alles wohl machen. Möge sich aus diesem gemeinsamen Sommerfest viel Schönes für die Zukunft in der "neuen" Gemeinde entwickeln.