Gemeinsam treu - Jugendfreizeit in Naunhof

Am ersten Wochenende im September verlebten die Jugendlichen der Bezirke Leipzig und Halle im "Haus Grillensee" in Naunhof bei Leipzig eine gemeinsame Jugendfreizeit. Eine Teilnehmerin berichtet.

"Gemeinsam treu" - dieses Motto nannten uns unsere Jugendbetreuer in Vorbereitung auf die Jugendfreizeit der beiden Bezirke Halle und Leipzig. Jede Jugendgruppe sollte einen kleinen Beitrag zum Samstagabendprogramm leisten. Nun ist es aber leider immer so, dass sich dabei die einen mehr und die anderen weniger angesprochen fühlen. Trotzdem haben wir uns alle auf dieses Wochenende in der Gemeinschaft gefreut.

Freitag, 5. September 2008 war es dann soweit. Ca. 150 Jugendliche aus den beiden genannten Bezirken fanden sich im "Haus Grillensee" ein. Erste Hürde: die Vergabe der Zimmer, da viele, einmal einen Schlüssel in der Hand, einfach munter drauf los tauschten. Nach dem Abendessen hatte aber dann doch jeder ein Bett und musste nicht auf irgendeiner Gartenbank schlafen.

Am Abend fanden wir uns am Lagerfeuer zusammen, um uns in gemütlicher Runde näher zu kommen, zu reden, zu lachen, einfach Spaß zu haben. Schon dieser erste Abend war von Gemeinschaft geprägt.

Nach einer kurzen Nacht hieß es am Samstag Geschicklichkeit, Wissen und Gemeinschaft an verschiedenen Stationen zu beweisen. Eingeteilt in Gruppen begaben wir uns auf den Rundweg, wo uns unsere Jugendbetreuer - im schicken Einheitsdress - an den einzelnen Etappen empfingen. Insgesamt gab es 6 Stationen, an denen unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen waren. So mussten wir zum Beispiel mit einem Schlauchboot über den See paddeln, spezielle Fragen zu Gottes Schöpfung beantworten und das ein oder andere Mal unsere Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Besonders herausfordernd war die Station "Magic Pen". Hier war Teamfähigkeit, Führen, Sich-Führen-Lassen, Gemeinschaft gefragt, um mit Geschick das Wort "Treue" zu schreiben. Jedoch nicht allein, sondern gemeinsam!

Nach dem Mittagessen fanden wir uns am See ein. Dort waren bereits etliche leere Bierkästen aufgestapelt, aus denen nun die einzelnen Gruppen ein Floß bauen sollten, welches zum Schluss auch noch seetüchtig sein musste.

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Mit Luftballons, Müllsäcken und Holz sollten wir unsere Kisten zum schwimmen bringen. Es entstanden die unterschiedlichsten und teilweise sehr abstrakten Interpretationen eines Floßes. Und alle waren funktionstüchtig (wenn auch nur kurze Zeit)! Aber egal wie schnell unsere Flöße vielleicht untergegangen sind, wir hatten Spaß daran, gemeinsam etwas zu schaffen.

Die sich anschließende Freizeit konnte jeder nach Belieben nutzen. Schlaf nachholen, Fußball, Volleyball oder Tischtennis standen auf dem Programm.

Nach dem Abendessen versammelten wir uns im extra aufgebauten Zelt. Ein gemeinsames Gebet mit dem Bezirksältesten Meistring (Halle) leitete das Abendprogramm ein. So wie das Gebet Stimmungen zum Ausdruck bringt - und zum Alltag eines Christen gehört - kam am Abend eine klasse Stimmung auf. Es waren abwechslungsreiche Darbietungen, welche uns zum Lachen, aber auch zum Nachdenken brachten.

Ich denke, für alle Anwesenden war es ein besonderer Abend, an dem man spüren konnte, dass wir als Jugend gemeinsam treu sein können und es auch wollen. Die Vorbereitung der einzelnen Beiträge hatte Zeit und Mühe gekostet, aber jede Jugendgruppe gab ihr Bestes. Wir gestalteten gemeinsam unseren Abend und rückten unser Motto "Gemeinsam treu" in den Mittelpunkt. Dieses wunderbare besondere Gefühl der Gemeinschaft, welches durch die jeweiligen Programmpunkte erzeugt wurde, hatte sicher nicht nur für mich etwas Überwältigendes an sich.

Da es mittlerweile in Strömen regnete, fiel das geplante Lagerfeuer buchstäblich ins Wasser. Aber auch das war kein Problem. Vor Regen im Zelt geschützt klang der Tag langsam aus.

Der Jugendgottesdienst, den wir in einem dafür hergerichteten Raum im Ferienobjekt erlebten, wurde vom Bezirksältesten Kleine (Leipzig) gehalten. Er stand unter dem Wort aus 2. Timotheus 1,7:

"Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."

Das, was mich in diesem Gottesdienst besonders bewegte, war wieder dieses besondere Gefühl der Gemeinschaft. Ich hab mich einfach wohl und von Gott in den Arm genommen gefühlt. Es war ein sehr schöner Abschluss für ein gelungenes Wochenende.

An dieser Stelle möchte ich all jenen, die für die Organisation des Wochenendes verantwortlich waren oder auf irgendeine Art und Weise zum Gelingen beigetragen haben, danken. Ich denke, wir werden uns gern an dieses Beisammensein erinnern ... und irgendwann erzählen wir dann unseren Enkeln, wie schön es doch ist gemeinsam treu zu sein.