Scheckübergabe an einen Prinzen

Was haben der Kirchenbezirk Leipzig, das Vokalensemble amarcord und Sebastian Krumbiegel von den "Prinzen" gemeinsam? Sie alle engagieren sich für einen guten Zweck.

Am Mittwoch, dem 29. April 2009 hatte der Freundeskreis des Ronald McDonald Hauses an einen besonderen Ort geladen. Unter dem Motto "Medizin nach Noten - Ein musikalischer Abend in Schwarz-Weiß" machte das Ronald McDonald Haus Leipzig einen "ersten Zwischenstopp" nach der "Lichterfahrt zum Jahresstart", um eine kleine Rückschau auf das erste Jahresviertel zu halten, wie Michael Lindner in seiner Begrüßungsrede in der Blüthner Pianofortefabrik sagte.

Nach dem amarcord-Benefizkonzert am 14. März 2009 in unserer Kirche in Leipzig-Mitte ging auch eine Einladung an unseren Kirchenbezirk. In diesem besonderen Rahmen sollte die symbolische Scheckübergabe des Spendenerlöses aus dem Benefizkonzert erfolgen. Priester Rainer Kirstein, der das Vocalensemble amarcord bei den Aufnahmen in unserer Kirche betreut und Diakon Andreas Haenschke, der Öffentlichkeitsbeauftragte des Bezirkes, folgten dieser Einladung gern.

Nach einem Sektempfang, der Begrüßung durch den Schirmherren des Ronald McDonald Hauses Leipzig - Sebastian Krumbiegel, der mit "Ich will zurück ins Paradies" auch ein Lied aus dem neuen Album der Prinzen zum Besten gab, und der Begrüßung des Geschäftsführers der Pianofortefabrik, Dr. Christian Blüthner-Haessler, ging es auf eine spannende Reise durch die gesamte Entstehung eines Pianoforte. Normalerweise dauert die Herstellung eines Flügels ca. 6 Monate. Von der Holzanlieferung bis hin zum fertigen Flügel konnte in der Manufaktur alles bestaunt werden. Neben Holztrocknung, Zuschnitt, Maschinenraum und Tischlerei erhielten die Besucher auch Einblick in den Stimmraum, in dem die Instrumente ihren letzten "Schliff" erhalten. Die eingeladenen Gäste wurden vom Geschäftsführer Dr. Christian Blüthner-Haessler und dem Klavierbaumeister Knut Blüthner-Haessler durch die Manufaktur geführt und erhielten auf Fragen fachkundige Antworten.

Nach der Führung übergab Diakon Haenschke den symbolischen Scheck in Höhe von 1.500 EUR an den Schirmherren Sebastian Krumbiegel. Anschließend berichtete eine Familie, wie ihr das Ronald McDonald Haus geholfen hatte, als ihre jüngste Tochter mit einer schweren Krankheit in der UNI-Klinik Leipzig lag. Der Abend klang mit einem musikalischen Büffet aus. Danach gab Anja Halfeldt, freischaffende Künstlerin und Lehrerin an der "Blüthner Klavierschule für Erwachsene", eine "Klavierstunde" - natürlich auf einem Blüthnerflügel.