Ein Jugendtreffen für Körper, Geist und Seele

Ein gemeinsames Wochenende verbrachten Tauchaer (Sachsen) und Ilmenauer (Thüringen) Jugendliche beim traditionellen Jugendtreffen in Ilmenau. Es wurde zusammen gewandert, gerätselt und gebetet.

Am Wochenende vom 11. bis 13. September besuchte die Tauchaer Jugend ihre Partnerjugend in Ilmenau.

Nach der Ankunft der Tauchaer in der Ilmenauer Kirche am Freitagabend, dem gegenseitigen Vorstellen sowie dem Vortragen eines selbst gedichteten Begrüßungsliedes übergaben die Tauchaer ihr Gastgeschenk: Ein selbstbemaltes Kubbspel (Wikingerschach). Auf den Holzklötzern waren Bilder verschiedener Orte zu sehen, die beide Jugendgruppen verbinden.

Nachdem die Aufteilung in die Gastfamilien erfolgt war, endete der Abend am Lagerfeuer auf dem nahe gelegenen Sportplatz, wo einige Jugendliche die Gelegenheit nutzten, unter freiem Himmel einen Film anzuschauen.

Am Samstagvormittag trafen sich alle Jugendlichen auf dem Markplatz, um bei einer Führung im Stadtmuseum etwas mehr über Goethe und die Stadtgeschichte Ilmenaus zu erfahren. Im Anschluss wanderte die Gruppe auf den Lindenberg und weiter zum Wahrzeichen von Ilmenau, dem Kickelhahn. Um sich untereinander besser kennen lernen zu können, wurden die Jugendlichen in Gruppen aufgeteilt, in denen sie während der Wanderung ein Quiz gemeinsam lösen sollten.

Nach der bis zu sechsstündigen Wanderung fanden sich alle auf dem Unterpörlitzer Sportplatz ein. Dort spielten die, die von der Wanderung noch nicht erschöpft waren, Fußball, andere das neue Kubbspel. Kulturelle Beiträge gab es ebenfalls. So musste das während der Wanderung gelernte Lied von Goethe "Über allen Gipfeln ist Ruh" vorgetragen werden. Zusätzlich bestand die Aufgabe, einen eigenen Text zu dieser Melodie passend zum Jugendtreffen zu dichten: Voller Begeisterung wurden vor allem diese Texte vorgetragen. Mit Gesprächen am Lagerfeuer und im beheizten Zelt klang der Abend aus.

Der Höhepunkt des Jugendtreffens war der Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Ilmenauer Kirche. Diesen hielt der Gemeindevorsteher Herbert Müller. Ein gemeinsames Orchester aus beiden Jugendgruppen sowie der große Chor, der überwiegend aus jugendlichen Sängern bestand, umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Am frühen Nachmittag versammelten sich erneut alle 53 Jugendtreffenteilnehmer in der Kirche. Diesmal jedoch zur Verabschiedung. Nach einigen Abschlussworten der beiden Jugendleiter Heiko Röhr aus Ilmenau und Christian Köhler aus Taucha nahm die Abschiedszeremonie diesmal etwas anders als sonst üblich ihren Lauf. Da beide Jugendgruppen der Glaube miteinander verbindet und ohne den es nie zu solchen Treffen gekommen wäre, versammelten sich alle zu einem Gebetskreis. Alle nahmen sich an die Hand und jeder, der das Verlangen dazu hatte, konnte nun ein Gebet sprechen. Nach diesen bewegenden Momenten beendete das Lied "Gott mit euch, bis wir uns wiedersehn" dieses Jugendtreffen, das 17. in den 22 Jahren Freundschaft.

Viele Jugendliche meinten voller Freude, dass sie es nun kaum erwarten können, bis man sich im nächsten Jahr im Winter oder in zwei Jahren in Taucha wiedersieht.